Intelligent Heizen durch Server-Abwärme

Intelligent Heizen durch Server-Abwärme

Das Dresdner CleanTech-Startup AoTerra GmbH hat eine kreative Idee zur Nutzung der Abwärme von Servern als Heizung. Kurz zusammengefasst können nach der Anschaffung dieses Systems die Heizkosten für Hausbesitzer auf null reduziert werden. Wie genau das funktioniert wollen wir nun näher erklären.

Serverabwärme bisher oft ungenutzt

Server haben einen riesigen Energieverbrauch. Sie stehen oft in einer großen Halle aufgereiht und produzieren in Betrieb eine nicht unbeträchtliche Abwärme. Diese Abwärme verpufft meist nicht nur unsgenutzt, es werden sogar energiefressende Kühlsysteme eingesetzt um die Hitzeentwicklung zu reduzieren und die Hardware vor der Überhitzung zu bewahren.

Die Idee von AoTerra war nun, die Abwärme zum Heizen zu nutzen. Mit einem geschickten Finanzierungsplan über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch beschaffte sich die Firma Ihr Startkapital um den Plan in die Tat um zu setzen.

Der Nutzer bezahlt einmalig die Anschaffungskosten für den Serverschrank über ca. 12.000 Euro. Die Kosten für den laufenden Betrieb der Server, also Strom- und Wartungskosten, bezahlt AoTerra. Damit wird dann für 15 Jahre der Serverbetrieb durch AoTerra gewährleistet und man bekommt die Wärme frei Haus. Die Server in den unterschiedlichen Haushalten sind wiederum alle miteinander Vernetzt und bilden ein virtuelles Riesen-Rechenzentrum mit dem AoTerra Geschäfte macht. Eine WinWin-Situation.

Beispiel für Server-Heizung

Die Server-Heizung versorgt ein komplettes Haus

Laut René Marcel Schretzmann kann mit einem Serverschrank ein Einfamilienhaus versorgt werden. Sogar Wassertemperaturen bis zu 70 Grad Celsius sind garantiert. Damit das Funktioniert muss das Haus allerdings nach bestimmten Baulichen Standards und einer intelligenten Isolierung ausgestattet sein (genauer dem KfW-60-Standard)  und über eine Breitband-Internetanbindung mit 50 MBit/s Minimum ans Internet angebunden sein.

Das System wurde bereits mehrfach installiert und funktioniert gut. Fast 100 dieser sogenannten Server-Heizungen will das Unternehmen bis zum Jahresende voraussichtlich installieren. Im Folgejahr soll die Zielmarke von 500 Systemen erreicht werden. Wir drücken dafür die Daumen und hoffen euch eine interessante Lösung geschildert zu haben eure Heizkosten zu reduzieren.

(via)

1 Kommentar

17
Aug

Sehr interessante Idee ...

Eigentlich liegt es auf der Hand, dass man mit der Wärme etwas nützliches anfangen kann. Ich bin mal gespannt, wie sich diese Firma weiterentlickelt ...

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